24FPS – Fotografie im Film
Ort: Luru-Kino in der Spinnerei. Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig
Fotografie und Film sind untrennbar miteinander verbunden. Nach der Erstellung der ersten Fotografie im Jahr 1826 durch Joseph Niépce dauerte es noch etwa 50 Jahre, bis Eadweard Muybridge Fotografien eines galoppierenden Pferdes anfertigte. Es war das erste Mal, dass Bewegung fotografisch festgehalten wurde. 1895 dann stellten die Brüder Lumiéres ein Gerät vor, welches Filme nicht nur aufnehmen, sondern auch kopieren und vorführen konnte. Der Grundstein für den Kinofilm war gelegt.
24FPS – Fotografie im Film ist ein ehrenamtliches, europaweit einzigartiges Projekt von fotografie- und filmbegeisterten Menschen des Vereins „dienacht e.V.“, die allen Interessierten – unabhängig von der jeweiligen finanziellen Situation – Zugang zu verschiedenen fotografischen Themen ermöglichen möchten.
In unserem Programm decken wir die Vielfalt des Themas sowohl mit Dokumentar- als auch Spielfilmen ab, zeigen Portraits einzelner Fotograf:innen, bewegen uns zwischen sozio-politischen Themen, Geschichte, Kunst sowie Reportage und bemühen uns um Vielfalt aus allen Regionen der Erde.
24FPS – Fotografie im Film ist eine Filmreihe, die monatlich stattfindet. Filmemacher:innen und Expert:innen sind regelmäßig für einen Austausch zu Gast. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Wir laden Euch ein, 24FPS – Fotografie im Film gemeinsam zu erleben und freuen uns sehr auf Euer Kommen!
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21. April 2026 um 19 Uhr, Luru-Kino in der Spinnerei
Simona
Simona Kossak, geboren und aufgewachsen im berühmten „Kossakówka-Gutshof” in Krakau, beschloss unmittelbar nach ihrem Abschluss an der Uni, in das Försterhaus im Herzen des Białowieża-Urwalds zu ziehen. Ohne Strom, umgeben von Wildschweinen, Krähen, Rehen, Füchsen und Luchsen, lebte Simona zusammen mit dem Fotografen Lech Wilczek, der später ihr Lebenspartner und der Urheber der außergewöhnlichen Tierbilder wurde, die die Grundlage dieses Filmes darstellen.
Ida, die in Finnland studiert und arbeitet, entdeckt die Welt ihrer Großtante und damit auch die magische Welt des Białowieża-Urwalds an der polnisch-weißrussischen Grenze. Beim Durchsehen der Bilder, die der Fotograf Lech Wilczek hinterlassen hat, entdeckt sie das Leben, das er mit Simona führte, festgehalten in berührenden Fotos und lebhaften Erinnerungen.
Polen 2022, 97 min, Originalfassung mit englischen Untertiteln | FSK: 0
Regie: Natalia Koryncka-Gruz | Mit: Ida Matysek
Fotos: Stills aus Simona
19. Mai 2026 um 19 Uhr, Luru-Kino in der Spinnerei
One Hour Photo
Seymour Parish (Robin Williams) ist der freundliche, fleissige Chef eines Fotolabors in einem riesigen amerikanischen Supermarkt. Ohne selbst ein eigenes Privatleben zu verfolgen, interessiert er sich jedoch besonders für das seiner Kunden. Er entwickelt die Fotos ihrer Kindergeburtstage, Urlaubsreisen, Hochzeiten und träumt sich immer weiter in ihr Leben.
Besonders die Familie von Nina und Will Yorkin weckt seine Neugier. Als Seymour entdeckt, dass Will seine Frau betrügt, beginnt der introvertierte Mann sich langsam in das Leben der Familie einzumischen. Er träumt davon, die Affäre aufzudecken und mit Nina zusammenzukommen. Ist er gar bereit, ein Verbrechen zu begehen?
USA 2002, 96 Minuten, Originalfassung mit deutschen Untertiteln | FSK: 12
Regie: Mark Romanek | Besetzung: Robin Williams, Connie Nielsen, Michael Vartan, Dylan Smith, Gary Cole
Verleih: Park Circus
Fotos: Still aus One Hour Photo
16. Juni 2026 um 19 Uhr, Luru-Kino in der Spinnerei
Noch bin ich nicht, wer ich sein möchte
Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 versucht die junge Fotografin Libuše Jarcovjáková mit ihren Bildern den Zwängen des repressiven tschechoslowakischen Regimes zu entkommen. Sie will herausfinden, wer sie sein möchte, und geht dafür auf die Straßen von Prag, in verstaubte Kneipen, zur Nachtschicht in eine Druckerei, in die Communities der Roma und vietnamesischen Migrant:innen. Schnappschüsse von Nacktheit, Sex und Alkohol wechseln sich ab mit Bildern von Lethargie und Restriktionen. Als sie wegen Fotos aus einem Schwulenclub Probleme mit der Polizei bekommt, geht Libuše eine Scheinehe ein und zieht nach Berlin. Doch auch die neue Welt ist voller Hindernisse. Mit ihrem letzten Geld fliegt sie nach Tokio, wo ihr der Durchbruch als Modefotografin gelingt. Aber das ist nicht das Leben, das Libuše leben will. Sie kehrt erst nach Berlin und später nach Prag zurück.
Ihre Rückschläge und Erfolge, ihre Gefühle und Beziehungen und ihre nie endende Suche nach sich selbst sind festgehalten in ihren Bildern und Tagebüchern.
Tschechien/Slowakei/Österreich 2024, 90 Minuten, tschechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln | FSK: 16
Regie: Klára Tasovská | Produzent*innen: Lukáš Kokeš, Klára Tasovská | Fotos & Tagebücher: Libuše Jarcovjáková
Verleih: Salzgeber
Alle Fotos: Libuše Jarcovjáková